
Ich bin 1958 in Gelsenkirchen geboren, lebe seit 1980 – Punk sei Dank – in Berlin-Neukölln. Nach Tätigkeiten als Konzertveranstalter und -security, Buchhändler und Journalist bin ich nun freier Autor und Lektor, Aktivist und Vortragsreisender. Ich habe 30 Bücher verfasst und weitere herausgegeben, zuletzt gemeinsam mit Rafik Schami: Flucht aus Syrien – neue Heimat Deutschland? und mit Eberhard Seidel: Wendejugend. Ich lebe seit über 40 Jahren in Neukölln, engagiere mich auch im Beirat des Quartiersmanagement. Neukölln wurde in den letzten zehn Jahren erheblich gentrifiziert; der größte Bevölkerungszuwachs liegt bei jungen Menschen unter 30, oft Studierendenmaus aller Welt. Nicht nur die Mieten, auch die Zahl der Eigentumswohnungen steigen. Aber dennoch ist es kein Ort für Rich Kids, sondern ein immer noch sozial extrem belasteter und schwieriger Bezirk mit einem sichtbaren Armutsproblem. Mit anderen Worten: ein Bezirk, der die Realität gut abbildet, der einen täglich darauf hinweist, dass die Welt noch nicht in Ordnung ist – zumindest nicht für alle – dass noch viel zu tun ist für eine gerechte Welt. Dafür mag ich Neukölln.
1998 initiierte ich das Archiv der Jugendkulturen, das ich auch 13 Jahre ehrenamtlich leitete. 2021 war ich Mitgründer der Klimaliste Deutschland. Ich bin u. a. Mitglied im Verband der Schriftsteller*innen (VS), in ver.di und des PEN, Vorsitzender der Stiftung Respekt! und im Vorstand von Aktion Courage e. V., dem Träger des Projektes „Schule ohne Rassismus". 2019 erhielt ich für meine „Verdienste um die Kinder- und Jugendkultur" das Bundesverdienstkreuz des Bundespräsidenten.